Die männliche D-Jugend traf am vergangenen Sonntag auf die gut und fair spielende HSG BIK Wiesbaden. Die Partie begann ausgeglichen. Sindlingen/Zeilsheim erwischte den besseren Start und ging mehrfach in Führung. Bis zum 13:12 in der 16. Minute war es ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem sich kein Team absetzen konnte. Für die entscheidende und vieldiskutierte Wende der Partei sorgte eine äußerst unglückliche Phase rund um den Seitenwechsel: Der Schiedsrichter pfiff kurz vor und direkt nach der Halbzeitpause insgesamt acht Mal den Anwurf der Sindlinger Mannschaft ab und schenkte den Wiesbadenern den Ball. Während die Sindlinger Jungs völlig aus dem Rhythmus gebracht wurden, startete Wiesbaden einen vorentscheidenden 11:1-Lauf. Am Ende stand auf der Tafel eine 38:27-Niederlage.
Leser mit grober Kenntnis der Handballregeln mögen sich ihre eigene Meinung bilden, ob sie schon einmal erlebt haben, dass bei gemächlichem Tempo der nach üblicher Regelkunde ausgeführte Anwurf einer Mannschaft jemals abgepfiffen und in einen Ballverlust umgewandelt worden ist.
Abschließend ein Kompliment an unsere Gastgeber: Sie haben aus eigenem Antrieb immer wieder versucht, den Schiedsrichter auf die korrekten Anwurfregeln hinzuweisen.
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